Ein großes Anliegen des Stadtteilvereins besteht darin, möglich viel von dem alten Baumbestand in der Südstadt zu erhalten. Die Stadt Heidelberg hat den Baumbestand auf der Konversionsfläche „Mark Twain Village / Campbell Barracks“ in der Südstadt untersucht. Insgesamt wurden rund 1140 Bäume erfasst. 370 stehen im Bereich östlich der Römerstraße, etwa 770 westlich davon.

Lieblingsbäume an der Römerstraße

Start der Baumaktion am 22.6.2014

Fast hundert fröhliche Anwohner trafen sich am Sonntag, den 22. Juni 2014 auf dem "Markusplatz" in der Südstadt, um in einer Kunstaktion auf die Schönheit der Römerstraße, d.h. der Bäume auf beiden Seiten, aufmerksam zu machen. Vor die Bäume wurden bunte Ballons und Schilder an die Zäune gehängt, auf denen sich Anwohner zu persönlichen Paten ihres Lieblingsbaums erklärten.

Baumpatenschaft-Aktion im Juni 2014

Der alte Baumbestand in der Südstadt ist durch die Konversionsplanungen besonders im Nordosten der Römerstraße akut gefährdet. Hier ist der Abriss der alten Häuser und der Neubau eines kompletten Wohnquartiers geplant. Aus der 4-spurigen „Stadtautobahn“, die den Stadtteil in Ost-und West-Hälfte zerschneidet, soll eine grüne Allee werden, fordern die Anwohner! Im Bezirksbeirat wurde daher schon ein entsprechender Antrag mit Erfolg gestellt.

... hier soll es grün bleiben.

Einig waren sich alle Südstadt-Bewohner und Gäste, dass bei kommenden Um-Bauten Rücksicht auf die bestehenden alten Bäume genommen werden muss, sowie Lücken in den Baumreihen geschlossen werden müssen. Es sind eben die Grünflächen und der Baumbestand, der die Südstadt charakterisiert und für die Bewohner lebenswert macht - während man in vielen Großstädten mühsam neue kleine Parks in Fußnähe zu schaffen versucht, also wieder ent-nach-verdichtet, gibt es hier schon die moderne Form der Urbanität: viel Grün um die Häuser und Wohnblocks und an den Straßen. Und man war sich auch einig, dass es nicht so viele kranke und gefährliche Bäume gibt, wie des öfteren behauptet, besonders wenn Baumaßnahmen anstehen.

Die Südstädter werden "ihre" Bäume zukünftig gut im Auge haben und wachsame Nachbarn sein.

P. Lindenmeyer